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Waldbrandgefahr

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich in einem Gebiet mit mittlerer Waldbrandgefahr und wurde als eigene Waldbrandvorhersageregion festgesetzt. Die erforderlichen Daten zur Ermittlung der Waldbrandgefahren werden von der Wetterstation Dresden Klotzsche ausgereicht. Die aktuell - regionalen Waldbrandgefahren werden vom 15. Februar bis 31. Oktober durch den Deutschen Wetterdienst ermittelt und können von den Bürgerinnen und Bürgern für den Freistaat Sachsen im Internet eingesehen oder in der Stadtverwaltung einschließlich Verhaltensmaßregeln erfragt werden. In Zeiten besonderer Waldbrandgefahr wird die Öffentlichkeit zusätzlich über Presse und Rundfunk informiert.

Waldbrandgefahrenstufen                             Bezeichnung

Sehr geringe Waldbrandgefahr                             1

Geringe Waldbrandgefahr                                     2

Mittlere Waldbrandgefahr                                      3

Hohe Waldbrandgefahr                                         4

Sehr hohe Waldbrandgefahr                                 5

Verhaltensregeln im Wald

Der Umgang mit offenem Feuer im Wald ist unabhängig von den ausgegebenen Waldbrandgefahrenstufen ganzjährig verboten. Damit sind das Rauchen, das Grillen, das Zünden von Lagerfeuern oder die Inbetriebnahme von Himmelslaternen generell untersagt. Grundlage dafür ist das Waldgesetz für den Freistaat Sachsen (§ 15 SächsWaldG). Zuwiderhandlungen stellen Ordnungswidrigkeiten dar und werden mit Bußgeldern durch die unteren Forstbehörden der Landkreise und Kreisfreien Städte geahndet. Offene Feuer dürfen nach § 15 SächsWaldG ebenso nicht am Wald bis zu einem Abstand von 100 Metern entzündet werden. Ausnahmen können von den zuständigen unteren Forstbehörden genehmigt werden. Darüber hinaus ist es seit dem 01.10.2009 im Freistaat Sachsen verboten, Himmelslaternen (auch als Skylaternen, Kong-Ming-Laternen, Wunschlaternen oder Himmelsfackeln bezeichnet) aufsteigen zu lassen. Die Landesdirektion hat entsprechende Polizeiverordnungen erlassen. Für die Kontrolle der Einhaltung dieser Verordnungen ist die jeweilige Gemeinde zuständig. Der unerlaubte Start einer Himmelslaterne kann eine Geldbuße von bis zu 1.000 Euro nach sich ziehen. Das Befahren von Waldwegen mit Motorfahrzeugen ist ganzjährig nach § 11 SächsWaldG untersagt. Die trockene Bodenvegetation im Wald kann sich leicht entzünden und großflächige Waldbrände verursachen. Die Zufahrtswege zu den Waldgebieten sind generell nicht mit Fahrzeugen zu blockieren, da die Waldwege Rettungswege für Feuerwehren und Krankenfahrzeuge sind und der Holzabfuhr dienen.

Besondere Verhaltensregeln bei Waldbrandgefahrenstufe 4 und 5. In den am stärksten Waldbrand gefährdeten nord- und nordostsächsischen Kiefernwäldern wird bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr (Stufe 4 und 5) empfohlen, diese Waldgebiete zur eigenen Sicherheit zu meiden. Sollte eine Wanderung trotzdem durch den Wald führen, sollten die Hauptwege nicht verlassen werden. Bitte informieren Sie sich auch auf den Internetseiten der Landkreise / Kreisfreien Städte und bei den Gemeinden über Anordnungen und Maßnahmen des vorbeugenden Waldbrandschutzes. Der Landkreis Nordsachsen hat mit einer Allgemeinverfügung zur Sperrung des Waldes vom 09.01.2014 das Betreten des Waldes bei Waldbrandgefahrenstufe 4 und 5 eingeschränkt.

Waldbrandrisiko beginnt bereits vor „offiziellem Start“ der Waldbrandüberwachungsaison in weiten Teilen Sachsens

Besonders mit Ausgang des Winters im zeitigen Frühjahr steigt die Waldbrandgefahr in den Waldbeständen bei trockenem, sonnigem und windigem Wetter schnell an. Dann bedecken trockene, leicht entzündbare Laub- und Nadelstreu sowie abgestorbenes Gras aus dem Vorjahr die Waldböden. Erst mit dem Durchgrünen des Waldbodens und dem Blattaustrieb der Waldbäume sinkt das Zünd- und Brennrisiko wieder. Deshalb startet in der Sommersaison die tägliche Ermittlung der Waldbrandgefahrenstufen für die 31 in Sachsen ausgewiesenen Vorhersageregionen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig ermittelt nicht nur die amtlichen Waldbrandgefahrenstufen für den aktuellen Tag, sondern prognostiziert außerdem die Gefahrenstufen für die drei Folgetage.

Seit 2014 wird im Freistaat Sachsen, wie in der gesamten Bundesrepublik, der Waldbrandgefahrenindex (WBI) des Deutschen Wetterdienstes zur Ermittlung und Darstellung der Waldbrandgefahr genutzt. Der bereits 2014 neu eingeführte Index beschreibt die Gefahrenlage in fünf Stufen von 1 bis 5. Die Gefahrenstufe 1 bedeutet eine sehr geringe Waldbrandgefahr, die Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr.

Interessanter Blick in die Waldbrandstatistik Im Jahr 2014 gab es im Freistaat Sachsen 47 Waldbrände mit einer Waldbrandfläche von knapp sieben Hektar. Die meisten Waldbrände traten erwartungsgemäß zwischen März und Oktober auf. Es brannte aber auch fünf Mal in den üblicherweise waldbranduntypischen Monaten November bis Februar. Werden die Ursachen für Waldbrände betrachtet, so werden die meisten Waldbrände durch menschliches Handeln verursacht. Mit jeweils etwa 30 Prozent stellen der fahrlässige Umgang mit Feuer sowie die Brandstiftung die wesentlichen Brandursachen dar.

Weitere Informationen über Sachsenforst und die aktuelle Waldbrandgefahr erhalten Sie unter:  www.sachsenforst.de

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