Freiwillige Feuerwehr Dresden - Weißig

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Silvester

Sicher durch die Silvesternacht

Zum Jahreswechsel ereignen sich leider immer wieder zahlreiche Brände und Unfälle, die auf den Umgang mit Pyrotechnik zurückzuführen sind. Auslöser ist fast immer Unachtsamkeit bzw. grober Leichtsinn.  Weil durch pyrotechnische Erzeugnisse eine erhöhtes Brand- und Verletzungsrisiko besteht, möchte die Feuerwehr hiermit Hinweise zum richtigen Verhalten geben:

> Schon beim Kauf muss die richtige Auswahl getroffen werden. Erzeugnisse, die für den Einsatz im Freien bestimmt sind, dürfen nie in Räumen abgebrannt werden. Sie könnten so erhebliche Schäden verursachen. Grundsätzlich dürfen nur pyrotechnische Erzeugnisse mit einem Prüfzeichen BAM-P der "Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung" verwendet werden. Diese Erzeugnisse entsprechen den in der Bundesrepublik geltenden Bestimmungen. Erzeugnisse, die oft bereits ganzjährig im Ausland vertrieben werden, erfüllen nur selten die notwendigen Sicherheitsanforderungen. Zumeist sind deren Explosivstoffdosierungen gefährlich hoch.

> Pyrotechnische Erzeugnisse sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht für die Anwendung durch Kinder und Jugendliche geeignet. Es gibt jedoch einige Erzeugnisse der Kategorie 1, die ganzjährig von Personen ab 12 Jahren angewendet werden dürfen. Pyrotechnik der Kategorie 2, darf vom 28. bis 31. Dezember an Personen über 18 Jahren verkauft werden. Diese Erzeugnisse dürfen dann nur am 31. Dezember und am 1. Januar verwendet werden.

> Unbedingt sind die Hinweise in den Gebrauchsanweisungen zu beachten. Es sollte auch bedacht werden, dass nach Alkoholgenuss der verantwortungsvolle Umgang mit Pyrotechnik eingeschränkt sein kann.

Nachfolgend einige Hinweise zur Verwendung von Feuerwerk:

> Nie Feuerwerk in der Nähe von leichtbrennbaren Materialien abbrennen. Bei Höhenfeuerwerk auch die Umgebung beachten (z.B. Betriebsgelände; Lagerflächen mit brennbaren Materialien, landwirtschaftliche Einrichtungen, Tankstellen usw.).

> Standsichere Abschussmöglichkeiten verwenden (z.B. schwere Flaschen, oder Flaschen in Getränkekisten) und einen sicheren Abschusswinkel beachten. Nie Raketen mit dem Stab ins Erdreich stecken – Schubkraft der Raketen dann möglicherweise zu gering für einen sicheren Start. Es käme zum Zerknall am Erdboden – eine erhebliche Gefährdung für Personen in der Nähe. Niemals Raketen aus der Hand starten.

> Unbedingt Windrichtung und Windgeschwindigkeit beachten, da bei starkem Wind die Flugbahn von Feuerwerkskörpern unvorhersehbar wird. Im Zweifelsfall sollte auf das Höhenfeuerwerk verzichtet bzw. eine absolut sichere Abschussposition aufgesucht werden.

> Nie Feuerwerkskörper in Richtung von Gebäuden abschießen, da so Personen an Fenstern und auf Balkonen erheblich gefährdet würden. Feuerwerkskörper sind, wie bereits mehrfach passiert, in der Lage, Fensterscheiben zu durchschlagen. Ein Brandausbruch wäre dann sehr wahrscheinlich.

> Das Abschießen von Raketen und anderen Feuerwerkskörpern aus Fenstern und von Balkonen ist sehr gefährlich und verboten.

> Feuerwerkskörper dürfen nie gegen Personen oder Tiere gerichtet werden, da dies eine extreme Gesundheitsgefährdung bedeutet und zu folgenschweren Verletzungen führen kann. Schädigungen der Augen, Verbrennungen des Gesichts, anderer Körperteile und Gehörschäden zählen zu den häufigsten Einsatzgründen für die Einsatzkräfte der Notfallrettung in Silvesternächten. Besonders gefährdet sind Kinder, da sie wegen der geringeren Körperhöhe oft Knallkörpern näher sind. Außerdem können sie Gefahren nicht ausreichend beurteilen.

> Knallkörper nicht in unmittelbare Nähe von Personen werfen – dies kann Gehörschäden verursachen.

> Feuerwerkskörper sind ebenso nie gegen fahrende Fahrzeuge zu richten, da so ausgelöste Schreckreaktionen der Kraftfahrer folgenschwere Unfälle auslösen können. Auch zu parkenden Fahrzeugen sollte ausreichend Abstand gehalten werden.

> Besonders wer Silvester nicht zu Hause verbringt, sollte alle Fenster geschlossen halten. Leichtbrennbares Material z.B. auf Terrasse oder Balkon kann gefährlich sein — deshalb vorher entfernen. Ein gefüllter Wassereimer ermöglicht schnelles Handeln bei einem Entstehungsbrand. Möglichst sollten Nachbarn um Kontrollen gebeten werden.

> Nicht gezündete Feuerwerkskörper nicht wieder berühren, da sie möglicherweise noch mit einiger Verzögerung reagieren könnten. Nicht versuchen solche Blindgänger erneut zu zünden. Sie sollten später entfernt werden, da besonders an den Folgetagen erhebliche Gefahr für spielende Kinder besteht. Sicher entfernt man sie, wenn sie vorher mit Wasser durchfeuchtet wurden.

Quelle: Feuerwehr Dresden

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