Stadtteilfeuerwehr Dresden Dresden - Weißig

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Teil IV: Nachwende-Boom

Historik Teil IV:

Entwicklung von der Löschgruppe zum Löschzug

Nachwende-Boom in Weißig

Mit den Umwälzungen nach Ende der DDR wurde auch der Brandschutz wieder auf andere Füße gestellt. Von nun an war die Gemeinde Weißig, ab 1994 die Großgemeinde Schönfeld-Weißig, wieder eigenständig für den Brandschutz verantwortlich. Trotz noch ungeklärter Belange in Sachen Brandschutz, Gesetzen und Durchführungsbestimmungen starteten die Weißiger Kameraden hoffnungsvoll in eine neue Zeit. Erfreulicherweise konnten auch drei junge Kameraden von der "AG Junge Brandschutzhelfer" in die aktive Wehr übernommen werden sowie neue Einsatzüberjacken und einige Ausrüstungsgegenstände neu beschafft werden. 

Die Gemeinde Weißig boomte direkt nach der Wende. Von 1.753 Einwohnern 1990 stieg der Einwohnerzahl aufgrund umfangreicher Bautätigkeiten bis Ende der 1990er Jahre auf über 5.000 Einwohner an - eine Verdreifachung der Einwohnerzahl. Dem entsprechend wuchs auch die Feuerwehr mit. 1992 konnte ein gebrauchtes TLF 16 von der Freiwilligen Feuerwehr Oberschleißheim, nördlich von München, und ein neues LF 16-TS aus einer Beschaffung des Katastrophenschutzes in Dienst gestellt werden. Das bisherige LF 8 wurde zum Gerätewagen umgebaut. 1994 folgte die Beschaffung einer gebrauchten Drehleiter 30. Somit waren 4 Fahrzeuge in Weißig im Einsatzdienst und die Größe des Gerätehaus erneut ein Problem. Die Alarmierung wurde zudem von Sirene auf Meldeempfänger umgestellt, sodass die Ausrückezeiten deutlich gesenkt werden konnten.

Wie die Technik änderte sich auch das Einsatzspektrum der Wehr. Insbesondere in den 1990er Jahren waren sehr viele schwere Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße 6 mit vielen Toten zu bewältigen. Die Einsatzzahlen schnellten innerhalb weniger Jahre herauf und vervielfachten sich. 1991 musste die Weißiger Wehr noch zu 6 Einsätzen ausrücken, 1992 gab es schon 21 Alarmierungen, 1993 bereits 36 Einsätze und 1994 mussten 66 Alarme abgesichert werden. Eine persönliche, organisatorische und teilweise extrem belastende Herausforderung für die Kameraden der Weißiger Wehr. 

Ein neues Gerätehaus mit neuem Fahrzeug

1995 konnte endlich eine Jugendfeuerwehr gegründet werden, die noch bis heute besteht. An die Tradition der "Jungen Brandschutzhelfer" konnte leider nicht angeschlossen werden. Ebenfalls 1995 begann der Ausbau einer ehemaligen LPG-Halle. 180.000 DM wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Viele Arbeiten, insbesondere beim Innenausbau wurden in Eigenleistung den Kameraden übernommen. Eine Einweihung des neuen Gerätehauses auf der Südstraße 18 konnte am 14 .Januar 1996 begangen werden, da bereits Ende 1995 der bauliche Zustand des alten Hauses Südstraße 6a eine Weiterführung des Dienstbetriebes nicht mehr sinnvoll . Dennoch brachte das neue Gerätehaus auch eine Reihe von Problemen mit sich: die Volksküche mit vielen Mitarbeitern und Besuchern war gemeinsam auf einem Hof zudem war durch die räumliche Enge ein Dienstbetrieb immer eine Herausforderung.

1997 war noch ein Highlight für die Feuerwehr. Ein fabrikneues TLF 16/25 (Besatzung 1:7), Aufbau Schlingmann konnte in Dienst gestellt werden. Das gebrauchte TLF 16 konnte in den Ruhestand geschickt werden. 

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