Freiwillige Feuerwehr Dresden - Weißig

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1932-1941

Am 3. Mai 1933 erhielt sie ein Rundschreiben des Landesverbandes, dass alle Kameraden, die der KPD angehörten, auszuschließen sind. Zum Brand der Windmühle in Großerkmannsdorf am 30. Juli 1933 rückte unsere Wehr aus. Als Zugfahrzeug fuhr Edwin Müller in Holzpantoffeln und Nachthemd. Wir erhielten für diesen Einsatz unsere erste Prämie von 30,— Mark. Die Machtergreifung der Naziregierung ging auch an unserer Wehr nicht spurlos vorüber. Am 25. März 1934 lesen wir von einer außerordentlichen Versammlung auf Antrag des Bürgermeisters Osternack. Er beantragte den Ausschluss eines Kameraden aus der Wehr und für drei Kameraden die Erteilung eines scharfen Verweises wegen " Nichtachtung der Symbole des Staates und wegen abfälliger Äußerungen gegen die NSDAP ". Am 12. Juli 1936 endete eine Inspektion mit der Note "gut" für die Freiwillige Feuerwehr. In der außerordentlichen Versammlung am 10. Oktober 1936 scheiden infolge Erreichung der Altersgrenze aus: Wehrleiter Brandmeister Hänig, Steigerzugführer Schöne, Oberfeuerwehrmann Kraft. Es wurden ernannt: Kamerad Hänig zum Ehrenbrandmeister, Kamerad Schöne zum Ehrenhauptmann, Kamerad Kraft zum Ehrenmitglied. Die Wehr errichtete eine Stiftung aus laufenden Mitteln in Höhe von 200,— Mark zur Unterstützung in Not geratener Kameraden. Der Fonds sollte durch jährliche Zuwendungen von 25,— Mark aus der Wehrkasse bis auf 500,— Mark erhöht werden und den Namen "Emil - Hänig - Stiftung " führen. Spritzenzugführer Oskar Hähnel wurde zum Wehrleiter und Brandmeister ernannt und Löschmeister Max Päßler zum Stellvertreter. Brandmeister Hähnel übernahm die Wehr. Am 2. Juni 1937 wurde ein Platz zum Bau eines neuen Gerätehauses gesucht. Vorgeschlagen wurde der Vorplatz des Kegelschen Gutes Südstraße 23 und die Baustellen von Arthur Völkel neben Körners Lokal Hauptstraße und neben der Post. Die Pläne zerschlugen sich. Am 7. Juli 1937 trat Kapellmeister Ulbrich aus dem aktiven Dienst aus, Oberfeuerwehrmann Koch wurde kommissarischer Leiter der Kapelle. Im Jahre 1938 zog die Feuerwehr in eine alte Scheune (Südstraße 12 am Kindergarten) um, die provisorisch als Gerätehaus eingerichtet wurde, um das angeschaffte Fahrzeug unterzubringen. 1937 wurde in Radebeul ein PKW Mercedes-Nürburg für 550,— Mark gekauft, 8 Zylinder, 80 PS, ca. 5000 ccm Hub und die Firma Vetter in Dittersbach hat ihn als Löschfahrzeug am 31. Mai 1939 für 1.650,— Mark umgebaut. Am 29. Juli 1939 wurde dieser Wagen in Dienst gestellt. Am 2. Februar 1938 lesen wir vom Kauf einer Sirene. Am 23. April 1938 wurde Kamerad Max Päßler Ehrenmitglied und am 1. August 1939 wurde die Kapelle aufgelöst. Im Kriege 1939 – 1945: Am 2. August 1939 "brach der zweite Weltkrieg aus und viele Kameraden wurden eingezogen. So finden wir einen Vermerk, dass die alten Kameraden wieder verpflichtet wurden. (1.9.39) Die Sirene durfte nur noch bei Fliegeralarm in Tätigkeit gesetzt werden, die Feuerwehr wurde wieder, wie früher, mit Signalhörnern durch Hornisten alarmiert. Dann lesen wir noch vieles, das uns an die Schrecken des Krieges erinnert. Zum Beispiel am 29. Oktober 1941: "Die Feuerwehr hat die Pflicht, sich bei Fliegeralarm am Gemeindeamt zu stellen, bei eventuellem Angriff auf Dresden wird die Wehr mit einer Gruppe zur Hilfeleistung verpflichtet. Stellen nach Anruf auf der Louisenstraße. Interessant als Zeichen der wirtschaftlichen Not ist die Notiz vom 4. Juni 1941: "Die Wehr erhält einen Bezugsschein für 4 Stück Seife und 1000 gr. Seifenpulver".

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