Freiwillige Feuerwehr Dresden - Weißig

Retten   -   Helfen   -   Bergen   -   Schützen

1911-1921

Man schrieb das Jahr 1911, Weißig hatte 1200 Einwohner und 320 Häuser. Brände kamen auch in früheren Zeiten oft vor und deshalb hatte auch Weißig schon eine Pflichtfeuerwehr. Sie bestand aus einer Wach- und einer Spritzmannschaft von je 15 Mann. Die Leute wurden auf drei Jahre verpflichtet. Sie mussten drei Mark Strafe "bezahlen, wenn sie nicht zum Dienst kamen. Als Feuerlöschgerät war eine Kastenspritze da. Sie trug die Aufschrift: " No. 1203 Commun Weissig, gefertigt von La-Mar in Dresden 1816 ". Das Wasser wurde mit Stoffeimern, über eine Eimerkette von Hand zu Hand in den Kasten geschüttet. Auch eine Handdruckspritze für Pferdezug, die selbst ansaugte und von sechs Mann gepumpt werden musste, war vorhanden. Sie stammte aus dem Jahre 1880. Damit übte dann später auch die Freiwillige Feuerwehr. Auf dieser Spritze waren Sitze für acht Mann (einschließlich Kutscher). Das Gerätehaus war auf der Hauptstraße 24 und barg bis 1934/35 alle Geräte der Feuerwehr. Die Schläuche wurden am Giebel des Hauses Hauptstraße 23 aufgehängt, da noch kein Steigerturm zum Trocknen der Schläuche vorhanden war. An der alten Brauschänke war ein Leiterhäuschen, wo, wie der Name verrät, die Leitern aufbewahrt wurden. So sah es also im Feuerlöschwesen vor über 100 Jahren bei uns aus. Unsere Gründer: 1. Lässig, Friedr. Wilhelm (Hauptmann); 2. Hänig, Ernst Emil (Steigerzugführer); 3. Schöne, Bruno Ernst (Spritzenzugführer); 4. Lange, Hugo Paul (Feldwebel); 5. Herborn, Albr .Heinr. Herrm. (Obersteiger); 6. Hofmann, Max Bruno (Oberfeuerwehrmann); 7. Schuster, Friedr. Paul (Steiger); 8. Lehmann, Friedr. Gustav (Steiger); 9. Angermann, Ernst Paul (Steiger); 10. Standfuß, Emil Paul (Steiger); 11. Wagner, Gustav Adolf (Steiger); 12. Schiffner, Johann Georg (Steiger); 13. Lindner, Robert Heinr. (Steiger); 14. Stolze, Otto Richard (Steiger); 15. Wagner, Richard Emil (Hornist); 16. Schuster, Joh. Karl (Hornist); l7. Schöne, Emil Max (Hornist); 18. Kraft, Arno Moritz (Hornist); 19. Kegel, Hugo Paul (Spritzermann); 20. Päßler, Max Alfred (Spritzermann); 21. Standfuß, Ernst Max (Spritzermann); 22. Schuster, Robert Max (Spritzermann); 23. Kegel, Anton Willy (Spritzermann); 24. Panoscha, Paul Emil (Spritzermann); 25. Friese, Ernst Heinrich (Spritzermann); 26. Kegel, Robert Arthur (Spritzermann). Aus unserer Stammrolle: Da gingen am 23. April 1911 einige zielbewusste Männer daran, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen, nachdem sie schon allerlei Vorarbeit geleistet hatten. Zur Gründungsversammlung waren 26 Männer erschienen, die als Gründer unserer Feuerwehr gelten. Von den 26 Mann waren die ältesten: Friese, Hänig und Lehmann über 40 Jahre alt, die jüngsten waren: Schiffner (18), Standfuss (19) und Schöne (19). Die ersten Jahre: Über die erste Zeit wissen wir nicht sehr viel. Geübt wurde sonntags auf dem Hofe des Gutes Naumann Südstraße, bis die Grundübungen bei einer Prüfung mit gut von der Feuerwehr Dresden abgenommen wurden. Die Pflichtfeuerwehr bestand noch nebenbei, weil die Freiwillige Feuerwehr - 13 bis 15 Mann - meistens zu schwach war. Der Bestand schwankte also. Die Freiwilligen Feuerwehrleute übten zweimal im Monat, die Pflichtfeuerwehr nur einmal und auch nur im Sommer. 1911 brannte das Gut von Ernst Schröder in der Pillnitzer Straße und wurde von beiden Feuerwehren gemeinsam gelöscht. 1912 wurde der Steigerturm auf der Südstraße, am Gönnsdorfer Weg gebaut. Ab 1915 war Emil Hänig stellv. Wehrleiter, später Wehrleiter. 1916 bestand schon ein Kommando. Inzwischen war der 1. Weltkrieg ausgebrochen und viele Kameraden zogen den feldgrauen Rock an. Mancher musste sein junges Leben lassen für die Interessen der damals herrschenden Klasse. 1919 Ausmarsch nach Kleinerkmannsdorf.

Statistik

Heute 0

Gestern 34

Woche 99

Monat 698

Insgesamt 69140

Aktuell sind 19 Gäste und keine Mitglieder online